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Über mich



Gestatten, Gevatter Munschies nach einer Wanderung durch eine Klamm bei 28 Grad und Regen mit Vizsla Billy.
Mit knapp 5 Jahren habe ich meinem Urgroßvater das Taschenmesser stiebitzt. Es war eines für die Gartenarbeit, mit stark nach innen gebogener Schneide.

Als eine meiner Tanten mich zum Essen hereinholen wollte, habe ich das Messer an einem Telegrafenmast hinterrücks so unglücklich geschlossen, dass ich mir die Finger eingeklemmt habe. Das Messer war so scharf, dass es mir tief in alle vier Finger schnitt...............


Eigentlich müsste man denken, dass das fürs Leben gereicht hätte, ist aber nicht so. Messer haben immer eine ganz eigene Faszination auf mich ausgeübt, und so blieb es nicht aus, dass sich über die Jahre eine Reihe davon bei mir angesammelt haben.
Ein paar Verletzungen sind auch noch dazugekommen.

Hier ist bessere Hälfte, diejenige, die mir viel verzeiht und erlaubt!
Verglichen mit dem, was mir bezüglich des Taschenmessers in Erinnerung
geblieben war, konnten alle anderen mit dessen Schärfe nicht mithalten.
So war ich mit den gekauften Sachen nie wirklich zufrieden.

Im Jahre 2002 bin ich auf das Messerforum und das leider nicht mehr existierende Schmiedecafé gestoßen. Mit großem Interesse habe ich fast 2 Jahre nur gelesen.
Da wurde mir so manches klar. Gefühltes Wissen wurde durch Fakten ersetzt.
Gleichzeitig wuchs natürlich der Wunsch eines der gezeigten Messer zu besitzen.
Ging aber nicht, zu teuer.

Ja, und dann kam die Idee, es selbst zu versuchen.

Suchbild mit Hund, durch diese Klamm ging es.


Im Frühjahr 2004 habe ich meine erste Fertigklinge erstanden und mein erstes Messer gemacht und siehe da, es ging! Nicht schön, aber funktionell.

Eine Scheide habe ich auch gleich gemacht, schließlich hatte ich mit Leder in meiner „Mittelalterzeit“, in der ich als Bogenschütze fungierte, schon Erfahrungen gesammelt.

Mit 10 Jahren saß ich neben meinem Vater, der sich Armschutz, Brustschutz, Fingertab und Köcher aus Leder selbst fertigte, habe jeden Schritt kopiert
und meine eigenen Sachen gemacht.

Für mich immer wieder faszinierend, was Mutter Natur zu zeigen hat, ein wahrer Riese.
Einige wohlwollende – aber vielleicht nicht immer ganz ernst gemeinte – Ermunterungen aus dem Bekannten- und Freundeskreis kamen dazu, und damit war die „Messerkrankheit“ dann endgültig und vermutlich unheilbar ausgebrochen.

Fortan habe ich alles an Klingen, was mir in die Hände fiel, zu fertigen Messern verarbeitet. In einem Jahr sind auf diese Weise 22 Messer und Scheiden entstanden.

Im Frühjahr 2005 war ich es leid, immer auf vorgefertigte Klingen zurückgreifen zu müssen. Da stieß ich in den einschlägigen Foren immer wieder auf den Namen „Stienen“, wenn es um Damast ging.

Suchbild mit Schlange. Es gibt sie noch. Eine von insgesamt 3 Ringelnattern, die ich selbst in freier Natur gesehen habe.
Eine kleine Recherche im Internet ergab, dass wir nur 25 km auseinander waren.
Also, Termin ausgemacht, hingefahren und eine Woche später hielt ich meinen ersten Damastrohling in der Hand.

Im Feilen eine absolute Fehlbesetzung, war das erste Messer schon nach ca. 100 Stunden fertig.

Und da war sie, diese außergewöhnliche Schärfe, die lange stand und leicht wiederherzustellen war.

Seitdem bin ich Dauergast in der Stienen-Schmiede. Klingenrohlinge, Damast oder Monostahl, werden ausschließlich dort für mich gefertigt und die Klingen später wärmebehandelt, einzeln.

Billy hatte sie entdeckt.
Inzwischen befinden sich ein paar von meinen Messern in Jägerhand und in der Gastronomie. Alle sind begeistert. Dass diese Messer aus „rostenden“ Stählen hergestellt sind, irritiert keineswegs. Bei einem Minimum an Pflege ist Rost kein Thema und man hat einen Freund fürs Leben.

Im Gegenteil. Manche schmunzeln nur noch, wenn sie auf Kollegen stoßen, die stolz ihre „Rostfreien“ präsentieren, beim Aufbrechen aber im wahrsten Sinne des Wortes „schlecht abschneiden“.

Der größte Steinpilz, den wir je gefunden haben. Hutdurchmesser 29 cm, Höhe 28 cm, Stielumfang 31 cm, Gewicht 1.400 gr.. Und verwertbar.
Ich bin ein Gratwanderer, der gerne von einem Extrem zum anderen pendelt.
Dadurch ergibt sich zwangsweise eine gewisse Bandbreite, mit dem günstigen Nebeneffekt, dass ich so schnell vor keiner gestellten Aufgabe passen muss,  der auf einen bestimmten Messer- oder Scheidentyp festgelegt bin.

Ob es ein Puukko zu fertigen gilt, mit nordischer Scheide, oder ein großes "Fahrtenmesser", incl. Scheide mit aufwändiger Punzierung und Holzkern, etc.,
es geht. Küchenmesser? ....Kein Problem!

Buchenholzteer an einer Fichte. Ein Malbaum, den die Sauen sehr gut angenommen haben.
Auf Kundenwünsche eingehen, ....bis zu einem gewissen Punkt auch kein Problem. Natürlich sind meinen Fertigkeiten Grenzen gesetzt. Aber ich bemühe mich, diese "Marke" immer weiter nach oben zu schieben, besser zu werden.

Mir macht es einen Riesenspaß, einen sorgfältig geschmiedeten Damast mit anderen guten „Zutaten“ zu einem fertigen Messer zu verarbeiten, und dabei meinen eigenen Vorstellungen frei folgen zu können.

Ein erfolgreiches Wochenende!
Schon das Planen und Besprechen eines Projektes in der Schmiede, in kameradschaftlicher, familiärer und stets konstruktiver Atmosphäre, macht mir viel Freude.

Richtig toll finde ich es, wenn man - fast mit Bordmitteln - ein Produkt erzeugt, welches Industrieware in jeder Hinsicht gnadenlos abhängt, und im Hinblick auf den Nutzer und den Verwendungszweck, optimal geplant und hergestellt wurde.

Noch mehr Spaß habe ich, wenn ein Stück Anderen so ein gewisses Glitzern in die Augen zaubert.

Das gelingt nicht immer, ....... aber immer wieder.

Viel Spaß beim Schauen!

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