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Anspruch?



Ganz ähnlich, wie beim Damast, ergeht es mir bei den anderen Zutaten, wie Griffhölzer, Knochen, Zähne, Elfenbein, etc..

Maserbirke, gestockte, stabilisierte Birke, Amboina
Natürlich kann ich „kostenbewusst“ arbeiten und nur günstige Materialien verwenden. Auf Verlangen und im Ausnahmefall mache ich das auch.

Aber vom Anspruch her passt es m. E. nach nicht zusammen.
Ich möchte etwas Handgemachtes, nur günstig muss es sein.
Ich will einen Maßanzug, aber aus „billigem“ Stoff.
Ich will nix von der Stange, Mehrkosten dürfen aber nicht entstehen.

Walroßstoßzahn
Was soll dabei herauskommen?
Was ist dann noch der Unterschied zur Industrie?

Mir graust einfach davor, einen sorgfältig hergestellten Damast mit Plastikgriffschalen auszustatten, auch wenn es weihevoll „Elfenbeinmicarta“ oder „Canvasmicarta“ genannt wird.

"Elfenbein, viel zu schade zum Benutzen!"

Narwalzahn
Nein!

Es sieht nicht nur schön aus, es ist auch eines der besten, widerstandsfähigsten Griffmaterialien, die es gibt. Ich kann mit einem Elfenbeinknauf mühelos und ohne jede Gefährdung Nüsse knacken. Macht das doch mal mit GFK, CFK, FKK und Mikarta! Es geht, aber nicht ohne Dellen, Ausreisser, Brüche.

Schonmal gesehen, was ein indischer Elefant im Arbeitseinsatz, mit seinen Stoßzähnen zu leisten imstande ist? ..............Beeindruckend!

Rinde vom Mammutstoßzahn mit deutlichen Schregerlinien
Mein Vater war ein begeisterter und begnadeter Billardspieler. Dreiband, nicht Pool oder Snooker. Ich habe hunderte von Partieen gesehen. Die Wucht, mit der die Kugeln manchmal gespielt wurden, kommt der von Hammerschlägen gleich. Solange ich es beobachten durfte, waren immer dieselben 3 Kugeln im Einsatz, über Jahre!

Es gibt heute noch Billardspieler, die den alten Zeiten nachtrauern, weil Kunststoff eben kein Elfenbein ist. An Pooltischen habe ich auch schon Plastikkugeln gesehen, die Ausbrüche hatten.

M. E. nach müssen Arbeitsaufwand, Material und Ergebnis in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen, damit sich das Prädikat „handgemacht“, und damit auch der Preis, rechtfertigen lassen.

Sobald aber der Materialwert locker um das hundertfache übertroffen wird, ohne dass erkennbar viel Arbeit investiert wurde, ist dieses gesunde Verhältnis m. M. nach nicht mehr gegeben. Hier muss Voodoo oder "geschicktes" Marketing vorliegen. "Geschickt" ist hier sehr, sehr freundlich ausgedrückt. Um bei schmiederauhen Flanken, einem lapidaren 3-Lagen-Stahl einer einfachen Zwinge und einem Griff aus Mooreiche auf einen Preis von 1.800 EUR zu kommen, bedarf es schon großer "Phantasie". Hier ist für mich die Grenze zur Kundenverarsche deutlich überschritten. Es macht es den Anderen, die seriös kalkulieren, umso schwerer.