dotcomwebdesign.com
Contact Us Site Map Home Contact Us Site Map Home Design By Dotcomwebdesign.com Powered By CMSimple.dk

en

Willkommen > Über mich > Ansichtssache > Damast?

Damast?



Damast?

"Bringt doch nix, ist doch nur Optik, nur „Tapete“!
Und dann rostet der auch noch schneller, als Monostahl!"

Hat zumindest jemand behauptet. Weil Ströme zwischen den unterschiedlichen Stahlsorten auftreten müssen, die zur schnelleren Korrosion führen.

Ich bin unendlich dankbar für solche profunden Herleitungen, erklären sie mir doch, warum es möglich ist, dass ich schon Damastklingen gesehen habe, die aus den 70-er, 80-er Jahren des letzten Jahrtausends stammen und Schwerter bewundern durfte, die einige hundert Jahre alt sind, ohne dass es zur Rostbildung gekommen ist. Vorausgesetzt, sie wurden halbwegs sachgerecht behandelt und aufbewahrt.
Das waren wahrscheinlich die absoluten Ausnahmen zur Regel.

Ich bin in einem Dilemma! Ich weiß einfach nicht, warum ein Damastküchenmesser, welches seit über einem Jahr in der eigenen Küche im Einsatz ist, keine Neigung zum Rosten verspürt, sondern lediglich eine Patina angesetzt hat, die es vor Rost schützt.

Es schert sich ums Verrecken nicht um die aufgestellten Thesen.
Mit dem Stromprüfer habe ich es versucht, .................nix.
Glühlampe drangehalten, ..................auch nix!

Da stimmt doch was nicht! .....................Mit dem Damast?

5-bahnig tordiert, in Hell-/Dunkeloptik, Parierelement tordierter Explosionsdamast, schneidet wie in Laser
Das hat mit der Faktenlage nichts zu tun.
Hier werden Arschbacken und Kuchenbacken miteinander verwechselt.
Man hätte es ja auch mit dem gesunden Menschenverstand probieren können.

Anstatt diese These zu formulieren, hätte man auch die Besitzer solcher Messer mal fragen können, wann sie angefangen haben, zu rosten, ehm, die Messer natürlich.

8-bahnig tordierter Explosionsdamast mit Schneidleiste aus tordiertem Explosionsdamast .....Königsklasse!
Der ernsthafte Damastschmied verdengelt nicht „irgendeinen“ harten Stahl und weiches Eisen. Er kann auf Stähle zurückgreifen, die sich in ihren technischen Eigenschaften ergänzen und zu einem Schweißverbundstahl werden, der mehr kann, als jede Komponente für sich betrachtet.
Mancher nennt das dann „Leistungsdamast“.
Wahrscheinlich weil es ".....nix bringt und nur Optik, nur Tapete ...." ist.

Keines meiner in grauer Vorzeit gekauften Messer (AUS-8A, RWL34, D2, 12C27, etc.) kann es mit einer sorgfältig hergestellten Damast-Klinge aufnehmen.
Dass auch noch eine besondere Optik dazu kommt, die den gestalterischen Spielraum erheblich erweitert, nehme ich gerne in Kauf, entscheidend ist sie aber nicht.

Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass sich – Pflege vorausgesetzt – sogar der ein oder andere Erbe an einem meiner Messer erfreuen wird.

Lagendamast
Ein handgemachtes Messer ist ein teures Vergnügen, weil viele Arbeitsstunden zusammenkommen können, je nach Ausführung. Der Mehraufwand bei der Arbeit gegenüber einer Monostahlklinge hält sich in einem vertretbaren Rahmen, sodass im Prinzip nur die höheren Materialkosten zu Buche schlagen.

Warum dann eine Monostahlklinge, wenn es Besseres gibt?

Ich will es ja gerade anders machen, als die Industrie!
Deshalb benutze ich gerne Damast.

1.2842 mit Abdecktechnik geätzt.
Und wenn es denn schon kein Damast sein darf, dann aber bitte ein geeigneter Kohlenstoffstahl!