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Ganz schön braun!

Auf der Suche nach Möglichkeiten der Korrosion vorzubeugen, oder aus rein optischen Gründen, sind manche Messermacher auf die Idee gekommen, Kaltbrünierungen zu verwenden.

Ich habe recherchiert und gefunden, dass z. B. die Fa. Chem Weld, die auch eine solche Brünierung vertreibt, für ihr Produkt einen Warnhinweis im technischen Beiblatt hat. Etwa so:

"Mit dieser Brünierung behandelte Teile dürfen nicht mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen, weil die aufgebrachten Metallionen giftig sind."

Bei einer großen deutschen Fa. nachgefragt, antwortete man mir:

"....und wenn Abrieb am Nahrungsmittel feststellbar ist, dann lieber nicht....".

Brünierungen wurden und werden hauptsächlich gemacht, um Schusswaffen vor Korrosion zu schützen. Das machen sie manchmal über viele Jahrzehnte erfolgreich. Schusswaffen unterliegen aber keinem nennenswerten Abrieb.

Bei Messern sieht die Sache anders aus. Abrieb gehört quasi zum Funktionsprinzip. Die Brünierung wird sich schneller abnutzen, als bei einer Pistole und wenigstens zum Teil in die Nahrungskette gelangen.

In einer Zeit, in der mit Nanogramm und ppm bezogen auf giftige Produkte gerechnet wird, glaube ich, dass man das nicht auch noch braucht.

"Ja, aber die Bajonette waren doch auch .........."

Stimmt, aber die waren auch nicht zum Butterbrotschmieren gedacht.
Und demjenigen, dem das Ding in den Eingeweiden nochmal gedreht wurde,
war das bisschen Gift wohl erstmal egal.

Brünieren? .............Nöh!!!